Schon seit 2012 „Hubzilla, formerly Redmatrix, formerly red": Gruppen (Foren) und Tools für die gemeinsame Organisation
Veröffentlicht am 28. Juli 2026

Bereits seit seinem ersten Release im Juli 2012 lag der Schwerpunkt auf Community-Tools mit sozialen Funktionen.
Hubzilla sollte nie nur ein weiterer Stream sein, der um eure Aufmerksamkeit buhlt. Schon immer war es: Hubzilla für Communities. Ein Tool für Gruppen, die sich gemeinsam organisieren müssen, statt nur gegenseitig Beiträge zu posten. Schon immer verfügbar: Gruppen und Themen, Veranstaltungen, gemeinsame Organisationsprofile, einbettbare, föderierte Kommentare, anpassbare Designs und Governance-Tools. Es wurde als einsatzbereiter Raum mit allem, was dazugehört, bereitgestellt, der dann Block für Block neu gestaltet werden kann: Fügt hinzu, was fehlt, tauscht aus oder forkt, was fast passt, und deaktiviert, was ihr nicht braucht.
Warum die Gemeinschaft an erster Stelle steht
Als Hubzilla, das damals noch auf den Namen "red" hörte, im Juli 2012 veröffentlicht wurde, bot es eine ausgereifte, lokal verwaltete, föderierte Social-Media-App, in der die Nutzer ihre Streams, ihre Berechtigungen und den Kreis der Personen, die sie erreichen können, selbst kontrollieren.
Doch das soziale Netzwerk war nur ein kleiner Teil eines wesentlich umfangreicheren Systems. Zwar gibt es schon seit Jahren Open-Source-Tools für Entscheidungsfindung, Veranstaltungen oder gegenseitige Hilfe, doch sie haben es schwer, weil sie abseits der Orte angesiedelt sind, an denen sich die Menschen gerne austauschen. Sind dieselben Tools stattdessen in einen sozialen Raum integriert -- neben den Menschen, denen du bereits folgst, deinen Gruppen und deinen Streams --, gewinnen sie genau jene alltägliche Anziehungskraft, die Gemeinschaften auf den großen Plattformen zusammenhält. Und diese Beziehungen gehören dir: Jedes Tool teilt sie, und sie begleiten dich durch das offene Web.
Vierzehn Jahre mit echten Gemeinschaften haben dies bestätigt. Niemand kam zu Hubzilla und bat um ein besseres Mikroblog. Sie kamen, weil sie ihrer Gemeinschaft ein Zuhause geben wollten. Ein Magazin, dessen Leser miteinander diskutieren wollten, nicht nur über die Artikel. Ein Netzwerk für psychische Gesundheit, das Räume brauchte, in denen Menschen sicher sprechen konnten. Eine Stadt, die ihre Veranstaltungen, ihre Ankündigungen und ihre Diskussionen an einem Ort haben wollte, der lokal verwaltet wird. In jedem Fall war der Stream der am wenigsten interessante Teil der Lösung.
Streams sind auf Einzelpersonen ausgerichtet: gut für Smalltalk und Entdeckungen, aber die falsche Form für die Organisation. Wenn bestimmte Personen etwas sehen, darauf reagieren und es weiterverfolgen sollen, braucht man eine Gruppe: mit Mitgliedschaft, mit Regeln, mit einem Kalender und einer Möglichkeit, gemeinsam Entscheidungen zu treffen.
Die Community stand schon immer im Mittelpunkt des Projekts.
Wichtigste Community-Funktionen
Diese Funktionen schon immer verfügbar: einsatzbereit und bereits in echten Communities im Einsatz, wobei Gruppen auch schon immer instanzübergreifend verbunden sind. Betrachtet dies als Einladung an weitere Communities, diese Bausteine so zu gestalten, wie es jeweils ihren tatsächlichen Bedürfnissen entspricht. Möchtet ihr es zuerst ausprobieren? Gruppen und alle anderen unten aufgeführten Funktionen sind auf jeder Instanz (Hub), verfügbar.
Gruppen (Foren) und Themen (Kategorien)
Bei Hubzilla sind Gruppen, die Foren genannt werden, Räume, in denen Communities, Organisationen und Teams ihre eigene Mitgliedschaft, Berechtigungen und Regeln festlegen können. Da sie auf unserem flexiblen Berechtigungssystem basieren, kann ein Forum jede beliebige Form annehmen: Ihr könnt ein öffentliches Forum betreiben, einen Raum nur für Ankündigungen, einen privaten Raum nur auf Einladung oder ein Forum, die nur für einen bestimmten Kreis sichtbar ist. Ihr könnt eure Meinung später jederzeit ändern, wenn sich das Forum weiterentwickelt.
Zudem gibt es innerhalb der Gruppen Themen, die Kategorien genannt werden, welche verhindern, dass Unterhaltungen in einem undifferenzierten Stream untergehen. Du kannst einem Forum folgen oder eine einzelne Kategorie filtern, sodass Aktualisierungen in deinem Stream erscheinen, ohne dass du jede Forenseite besuchen musst, um zu prüfen, ob es etwas Neues gibt.
Community-Regeln
Jeder Raum braucht gemeinsame Erwartungen. Sowohl Server als auch einzelne Gruppen können ihre eigenen Community-Regeln festlegen, damit Neulinge wissen, in welche Art von Raum sie eintreten, und Moderatoren sich auf konkrete Vorgaben stützen können, anstatt Entscheidungen von Grund auf neu treffen zu müssen.
Entscheidungsfindung
Gemeinsame Entscheidungen zu treffen ist ein herausragendes Merkmal. Hubzilla verfügt über Entscheidungswerkzeuge, die von schnellen Umfragen bis hin zu umfangreichen Umfragen reichen, sodass Gruppen den für die jeweilige Entscheidung am besten geeigneten, möglichst einfachen Prozess nutzen können:
- Einfach- oder Mehrfachauswahl: vertraute Umfragen, bei denen die Teilnehmer einfach eine oder mehrere Optionen auswählen.
- Vorschlag und Konsens: für Entscheidungen, die vor einer Abstimmung diskutiert werden müssen, in Anlehnung an soziokratische Praktiken: Vorschläge sammeln, diskutieren und abändern, Einwände einbeziehen und dann weitermachen.
Veranstaltungen
Gemeinschaften leben von Zusammenkünften. Hubzilla umfasst Veranstaltungen mit Kalenderansichten, um zu sehen, was demnächst ansteht.

Hubzilla ist von Grund auf modular aufgebaut, und diese Modularität beschränkt sich nicht nur auf unsere eigenen Erweiterungen: Anstatt dem „Not-Invented-Here"-Syndrom zu erliegen, vernetzen wir uns mit speziellen Tools aus dem gesamten Ökosystem, sodass Veranstaltungen app-übergreifend veröffentlicht und entdeckt werden können, anstatt in einer einzigen App eingeschlossen zu sein. Hubzillas Event-Kalender sind durch andere Kalender-Apps abonnierbar.
Organisationsprofile
Eine Gemeinschaft besteht selten aus nur einer Person. Ihr könnt nun ein gemeinsames Organisationsprofil (eine Zeitschrift, ein Kollektiv, eine Arbeitsgruppe, ein Moderationsteam) erstellen, das von mehreren Konten gemeinsam verwaltet wird. Von außen sieht es aus wie jedes andere Profil: Es veröffentlicht Beiträge, man kann ihm folgen, und es ist als Organisaution vernetzt. Im Hintergrund können Menschen kommen und gehen, ohne dass jemand ein Passwort weitergeben muss.
Gemeinsame Cloud inklusive Collabora
Häufig ist es notwendig, innerhalb einer Gemeinschaft Dokumente und Dateien auszutauschen. Hubzilla stellt Dir dafür eine integrierte vollwertige Cloud zur Verfügung. Für das komfortable Bearbeiten von Dokumenten kann Collabora Online integriert werden.
Und weil nicht jede Datei für jeden zugänglich sein muss, greift auch hier das Berechtigungssystem.

Wissens-Management mit dem Wiki
Häufig ist es sinnvoll, Informationen, eine Dokumentation oder Anleitungen für die Gemeinschaft zugänglich zu machen. Hubzilla bietet dafür ein klassisches Wiki, das selbstverständlich auch eine gemeinsame Bearbeitung erlaubt.
Ankündigungen
Wenn etwas alle Mitglieder erreichen soll (z. B. ein Abstimmungsvorschlag, eine Aktualisierung des Verhaltenskodexes, ein Aufruf zum Handeln), können Administratoren und Moderatoren eine Ankündigung veröffentlichen, die in den Benachrichtigungen jedes Mitglieds und als Push-Benachrichtigung erscheint, anstatt darauf zu hoffen, dass sie im Feed auftaucht.
Es sieht aus wie eure Community, nicht wie ein Standardprodukt oder die Plattform eines anderen
Hubzilla bietet verschiedene Designs, und ihr könnt eure eigenen erstellen, indem ihr Farben, Schriftarten und Layout anpasst, ohne Code schreiben zu müssen. Und es geht über ein einfaches Design hinaus: Eure Domain, euer Name, euer Kopfbanner, eure Typografie -- der gesamte Bereich wirkt wie euer eigener, ohne dass irgendetwas von uns zwischen euch und euren Mitgliedern steht. Selbst kommerzielle Community-Plattformen als Service gehen selten so weit.

Wenn beispielsweise die Leser der Hubzilla-Association auf hubzilla.org gelangen, sehen sie die Seite der Association von Anfang bis Ende, ohne dass Anzeichen für eine andere Plattform im Hintergrund erkennbar sind. Das war ein so wichtiger Faktor, dass es ein Hauptgrund für die Wahl von Hubzilla war: Ein Community-Bereich sollte sich wie ihr eigener Raum anfühlen, nicht wie eine unsichere Ecke einer Plattform, über die sie keine Kontrolle haben.
Single Sign-On in beide Richtungen
Hubzilla unterstützt SSO mit OpenID und OAuth2 sowohl als Client als auch als Provider: Mitglieder können sich mit einem bereits bestehenden Konto anmelden, oder Hubzilla kann selbst als Identitätsanbieter fungieren, der sie bei anderen Apps anmeldet. Eine Hürde weniger beim Beitritt und ein Passwort weniger, das verwaltet werden muss.
Schnell und zuverlässig
Hubzilla ist von je her schnell und zuverlässig, und die Hauptentwickler arbeiten beständig daran es weiter zu optimieren. Ein Hubzilla Hub kann sogar auf einem Raspberry Pi betrieben werden!
Wie geht es weiter?
Hubzilla wird, wie schon immer, kontinuierlich weiterentwickelt. Aktuell befindet sich Hubzilla v. 11.4RC2 in der öffentlichen Testphase.
Probiert es aus
Hubzilla ist freie Software unter der MIT-Lizenz, ohne Investoren, ohne Werbung und ohne Werbegeschäft, das später erst aktiviert werden soll. Ihr könnt eine Instanz installieren oder Euch bei einem öffentlichen Hub anmelden.
Diese Arbeit lebt von der Unterstützung der Community. Wenn ihr wollt, dass sie weitergeht, könnt Ihr das Projekt unterstützen.
Ihr findet uns hier: https://hubzilla.org.
FAQ
Warum betreibt ihr keine öffentliche Flaggschiff-Instanz?
Weil wir ein Ökosystem wollen: Hosting, Governance, Moderation und Einnahmen, die auf viele Genossenschaften und Gemeinschaften verteilt sind, von denen jede ihren eigenen Mitgliedern Rechenschaft ablegt -- statt des Standardmodells „Der Gewinner bekommt alles", bei dem die Entwickler der Software zu Vermietern für alle werden, ihre Flaggschiff-Instanz die Roadmap bestimmt, das Netzwerk standardmäßig moderiert und die Hosting-Gebühren aller einzieht.
Disclaimer
Ähnlichkeiten mit lebenden oder toten Personen oder alten oder ganz neuen Fediverse-Projekten und veröffentlichen Texten sind mal voll fett total zufällig und ganz ehrlich auch nicht beabsichtigt! 😉
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