Hubzilla aus einer anderen Perspektive
Es wird einmal Zeit, Hubzilla aus einer anderen Perspektive zu betrachten!
Hubzilla wird oft als reine Fediverse-Software "angepriesen". Auch ich mache das immer wieder... "aus Gründen" (dazu gleich mehr). Und tatsächlich IST Hubzilla ja auch eine Fediverse-Software, also ein Dienst, mit dem man am großen Fediverse teilnehmen kann und mit allen Fediverse-Diensten interagieren.
Doch damit wird man der Software nicht wirklich gerecht. Denn Hubzilla ist weit mehr... bzw. eine ganz andere Serveranwendung, die halt auch die Fähigkeit, am Fediverse teilzunehmen, bietet...
Es wird einmal Zeit, Hubzilla aus einer anderen Perspektive zu betrachten!
Hubzilla wird oft als reine Fediverse-Software "angepriesen". Auch ich mache das immer wieder... "aus Gründen" (dazu gleich mehr). Und tatsächlich IST Hubzilla ja auch eine Fediverse-Software, also ein Dienst, mit dem man am großen Fediverse teilnehmen kann und mit allen Fediverse-Diensten interagieren.
Doch damit wird man der Software nicht wirklich gerecht. Denn Hubzilla ist weit mehr... bzw. eine ganz andere Serveranwendung, die halt auch die Fähigkeit, am Fediverse teilzunehmen, bietet...
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Es wird einmal Zeit, Hubzilla aus einer anderen Perspektive zu betrachten!
Hubzilla wird oft als reine Fediverse-Software "angepriesen". Auch ich mache das immer wieder... "aus Gründen" (dazu gleich mehr). Und tatsächlich IST Hubzilla ja auch eine Fediverse-Software, also ein Dienst, mit dem man am großen Fediverse teilnehmen kann und mit allen Fediverse-Diensten interagieren.
Doch damit wird man der Software nicht wirklich gerecht. Denn Hubzilla ist weit mehr... bzw. eine ganz andere Serveranwendung, die halt auch die Fähigkeit, am Fediverse teilzunehmen, bietet.
Hubzilla wird deswegen oft auch als Social Networking Content Management System (SN-CMS) bezeichnet. Das kommt der Sache auch wesentlich näher. Ich selbst nenne Hubzilla auch gerne die "eierlegende Wollmilchsau des freien Web".
Hubzilla ging als Neuentwicklung (Fork) aus der großartigen Software Friendica hervor, die ihrerseits von Mike Macgirvin als "Ersatz" für Facebook entwickelt wurde.
Im Jahr 2012 erkannte Mike, dass das Unterfangen, einen "Facebook-Ersatz" zu etablieren, vergebliche Liebesmüh war, nicht zuletzt wegen dessen Markdominanz und Verbreitung. Und so verlagerte er den Schwerpunkt von der reinen sozialen Vernetzung hin zu Content Management, Cloud-Diensten und Groupware.
Subsequently we stopped focusing on "social networking" as a project mission. We concentrated on providing a range of privacy respecting services that were decentralised, yet highly integrated. Our focus now is more towards content management, cloud services, and groupware than social networking. You can use the same interface to share a wiki with your basketball team as you can to share private videos with your girlfriend.
Medium: Got Zot --- Mike Macgirvin on building your own apps and protocols
Für die Entwicklung von Hubzilla (anfangs unter dem Namen red, später redmatrix) unter diesen Gesichtspunkten, entwickelte er auch ein neues Kommunikationsprotokoll mit dem Namen "Zot", wobei er großen Wert auf Privatsphäre, Spamvermeidung, ausgefeilte Zugangskontrolle und elegante Authentifizierung legte.
Als weitere Kernfunktionalität ermöglichte er die sogenannte "nomadische Identität", welche eine echte Unabhängigkeit von einem einzelnen Server ermöglicht.
The second important thing we did is provide "nomadic identity", which is also built into the protocol. In 2010--2012, the free web lost hundreds of thousands of early adopters because we had no way to easily migrate from server to server; and lots of early server administrators closed down with little or no warning. This set the free web back at least five years, because you couldn't trust your account and identity and friendships and content to exist tomorrow. Most of the other free web projects decided that this problem should be solved by import/export tools (which we're still waiting for in some cases).
Medium: Got Zot --- Mike Macgirvin on building your own apps and protocols
Trotzdem hat er die Fähigkeiten zur Verbindung mit anderen Sozialen Netzwerken weiterentwickelt und macht Hubzilla damit zu einem Dienst, der die meisten Dienste dieses Bereichs unterstützt.
This is why I've gone back to providing and improving interoperability with other protocols and projects --- even if they don't work perfectly with our core features and services. Hubzilla is currently alone when it comes to being able to see most everybody in the free web family from one place. Friendica isn't far behind, and I think postActive and Pleroma might get there in the coming months. Then we might have a chance to do something useful with our crazy creations.
Medium: Got Zot --- Mike Macgirvin on building your own apps and protocols
Inzwischen ist Hubzilla erwachsen geworden und bietet eine schier unglaubliche Zahl von Möglichkeiten, sich im freien Web zu vernetzen und es sowohl für öffentliche, als auch für private bzw. geschäftliche Netzwerke zu nutzen. Nur weiß das leider keiner. Das war wohl schon immer so...
Many times I've heard things like "I'd use the free web if they had a working events system and forums". There are projects in the free web that offer these things, but many people on Mastodon and Diaspora do not know this; and so not only do those services not retain the member, but the free web services which actually have these services don't get a chance to offer their solutions. The person goes away thinking that the free web doesn't have enough basic features for general use; when in fact only specific projects may be unable to meet their needs.
Medium: Got Zot --- Mike Macgirvin on building your own apps and protocols
Um diese "frohe Kunde" unter die Leute zu bringen, muss Hubzilla an sich erst einmal überhaupt von mehr Menschen wahrgenommen werden. Große PR-Aktionen sind nicht möglich, denn dafür sind die Mittel der Hubzilla Association nicht ausreichend. In meinen Augen ist es eine gute Möglichkeit, Hubzilla durch eine wachende Anzahl von Nutzern bekannter zu machen. Natürlich wäre es klasse, wenn sich viele finden würden, die Hubzilla nicht als reine Fediverse-Anwendung nutzen wollen, sondern für die zahlreichen anderen Zwecke, die damit möglich sind. Aber hier beißt sich die Katze wieder in den Schwanz. Bleibt also nur, sie als Fediverse-Dienst, als Alternative zu den vielen anderen Diensten zu "promoten"... für die Nutzung zu werben und die Einstiegshürden für diese Zielgruppe abzusenken. Und das ist der Grund, weshalb auch ich, wie eingangs erwähnt, Hubzilla als Fediverse-Dienst "anpreise".
Wer dann erst einmal dabei ist, entdeckt dann womöglich die zahlreichen weiteren Möglichkeiten, die Hubzilla bietet. Und wenn Hubzilla dadurch etwas populärer geworden ist, werden vielleicht auch potenzielle Nutzer darauf aufmerksam, die eigentlich etwas anderes, als einen reinen Fediverse-Dienst benötigen.
Und es ist viel möglich: Webseiten, Blogs, Shops, Foren, Wikis, (Veranstaltungs-) Kalender, Adressbücher, Cloud u.v.m.
Wer z.B. eine Cloud benötigt, die nicht "x" Extrafunktionen benötigt, sondern die Kernfunktionalität inklusive Synchronisierung oder WebDAV-Zugriff und womöglich der Dokumentbearbeitung mit Collabora, der hat genau diese Funktionen schon, wenn er über einen Hubzilla-Account verfügt.
Termine im Kalender erfassen? Und den Kalender mit anderen Kalenderanwendungen, auch auf dem mobilen Gerät synchronisieren? Mit einem Hubzilla-Account hat man diese Möglichkeit.
Und obendrauf, quasi als Gimmick, "kann Hubzilla auch noch Fediverse". Und auch in dem Bereich ist weit mehr möglich, als mit vielen anderen Diensten. Selbst Video- oder Audio-Sharing ist kein Problem. Microblogging? Klar... ist im Macroblogging (ohne Zeichenbegrenzung, umfassender Textgestaltung etc.) ja mit drin, wenn man sich auf kurze Beiträge beschränkt.
Außerdem ist Hubzilla modular erweiterbar. Wenn es eine Anwendung gibt, die Hubzilla (noch) nicht bietet, kann es mittels Addons um genau diese Funktionalität ergänzt werden.
Wer das Fediverse nicht braucht, sondern eine andere Server-Anwendung, kann mit Hubzilla als Lösung durchaus auch glücklich werden. Das ist doch mal eine ganz andere Perspektive, oder?
Ausführlicher kann man sich über die Fähigkeiten von Hubzilla im Artikel Hubzilla - die mächtige ungeschminkte Königin des Fediverse (veröffentlicht bei GNU/Linux.ch) von 𝓒𝓱𝓻𝓲𝓼 informieren. Ich empfehle es wirklich jedem, den Artikel zu lesen, denn er zeigt hervorragend, was Hubzilla auszeichnet und umreißt, was es alles kann.
Was aber, wenn jemand sowohl einen Fediverse-Account, aber auch eine andere Serveranwendung benötigt und beides trennen möchte? Hmmm... wo ist da das Problem? Bei Hubzilla benötigt man nur einen einzigen Account. Unter diesem kann man dann verschiedene Kanäle für verschiedene Zwecke anlegen und jeden Kanal genau so konfigurieren, wie man es braucht. Überdies gibt es noch den Vorteil der nomadischen Identität. Besorgt man sich einen weiteren Account bei einem weiteren Hub, dann kann man seine Kanäle dorthin klonen. Fällt nun ein Hub aus oder ist für eine Zeit gestört, stehen die Dienste auf dem anderen Hub unterbrechungsfrei weiter zur Verfügung.
Die Königsdisziplin dezentraler Dienste ist natürlich das Selbsthosten eines solchen Dienstes. Und auch da kann Hubzilla punkten. Nach meiner Erfahrung (und ich habe viele Dienste im Selbsthosting ausprobiert), ist Hubzilla eines der am einfachsten zu installierenden und zu wartenden Systeme im Fediverse. Und es geht dabei auch noch ziemlich sparsam mit den Ressourcen um (ich habe da Sachen bei anderen Diensten erlebt, die waren schier unglaublich). Mit Hubzilla geht das mit einem einfachen Webhosting-Paket, daheim auf einem Raspberry Pi, einem günstigen VPS... und es gibt auch einige wenige Hoster, die ein managed Hubzilla-Hosting anbieten (meist teurer als die zuerst genannten Möglichkeiten).
Wer nun meint, Hubzilla sei wegen der Funktionsvielfalt unglaublich kompliziert, dem kann ich nur entgegnen: "Nein, denn Du musst ja die anderen Funktionen nicht nutzen!" Hubzilla ist modular aufgebaut und erweiterbar. Alles ist ein "Kann", nichts ist ein "Muss".
Wer jetzt meint, das klingt ja alles wie "Bonfire" (was ist aus dem Projekt eigentlich geworden... man hört und sieht kaum noch was davon), der hat es richtig erfasst. Nur musste das Rad gar nicht neu erfunden werden. Das alles gibt es schon seit Juli 2012, also derzeit seit fast vierzehn Jahren.
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