Moralische Genugtuung statt evidenzbasierter Gesundheitspolitik

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Der Kommentar im Kölner Stadt-Anzeiger ist ein Beispiel dafür, wie politische Maßnahmen mit moralischer Empörung statt mit belastbaren Argumenten verteidigt werden. Eine sachliche Abwägung findet keineswegs, wie abschließend konstatiert, statt...
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www.dampf-piraten.de
@Die Dampfdruck-Presse
Die "Berichterstattung" über das Pfrunzeln erinnert mich immer mehr an (angehende) Autokratien und Diktaturen.
Da werden von der Presse ungeprüft und in vorauseilendem Gehorsam gezielte Falschinformationen übernommen und dem "thumben Volk" ins Gehirn geballert, weil das, was "alle Medien" berichten ja wahr sein muss...

Ich kann mich noch an die Zeit erinnern in der Fr. Pö-La beim DKFZ E-Zigaretten für ein gutes und weniger schädliches Mittel beim Tabaktentzug propagierte ... bis die Apothekenpflicht abgelehnt wurde.
Kurz danach wurde erstaunlicherweise Formaldehyd, Kohlenmonoxyd und reichlich anderes böses Zeug im Rauch (korrekt, bei genügend Leistung verbrennt das Liquid) festgestellt.

Wie kam es zu dem Sinneswandel?
Sind die zuständigen Leute einfach nur Spaßbremsen?
Floss das Geld in die falsche Richtung?
Hat jemand George Orwells "1984" und ein paar unselige Bücher davor als Anleitung für seine Zwecke verstanden?
Werden Dampfer demnächst einfach mal von ICE ähnlichen vermummten Behördenmitarbeitern über das Straßenpflaster geschleift?

Was passiert wenn die Presse nicht mehr der objektiven und der Wahrheit verpflichteten Berichterstattung nachkommt (nachkommen kann!) sieht man unter Leuten wie Erdogan, Trump, Orban, Fam. Kim ...
https://kraftvergeudung.de/wordpress
@Die Dampfdruck-Presse
Krolli


@Futurevaper Trump? Orban? Ach, da brauchst du gar nicht so weit zu schauen, einfach das ZDF einschalten oder den Oberzensor, Verbots-MP Günther wählen ;-)

@Krolli Zuerst staunte ich, wie sehr doch Pepes Zorn plötzlich der Sachlichkeit gewichen ist, dann fand ich deinen Namen unter dem Artikel. Du hast wunderbar treffend die Dissonanzen im Kanon von evidenzbasierter Forschung (um das Wort „Wissenschaft“ zu vermeiden), Korruption und dem elenden „Haltungsjournalismus“ herausgestellt. Doch so lange Leute glauben, das Singen sei ein bloßes Talent und bräuchte deshalb nicht erlernt zu werden, desto mehr dieser falschen Töne werden auch zukünftig schmerzlich unsere Ohren quälen. Sie sollten uns in der Tat erspart bleiben – nur werden sie halt nicht.

Kann man etwas dagegen tun? Zumindest theoretisch glaube ich schon: Man sollte vielleicht solchen schrägen Artikeln nicht auch noch Aufmerksamkeit widmen, sie durch Kritik aufblasen, denn das wäre genau, was sie (was Moralapostel allgemein) beabsichtigen. Deine Sachlichkeit strahlt förmlich auf deren Müll ab und verleiht ihnen unbeabsichtigt und indirekt einen Hauch von Seriosität.

Um solche Artikel zukünftig erst gar nicht entstehen zu lassen, sollte der „Kölner Stadtanzeiger“ merken, dass er mit diesen Artikeln weniger gelesen wird. Also nicht auch noch fotografieren (und als Aufreger aufwerten), sondern dem Verlag klipp und klar mitteilen, man lese wegen dieser Artikel die Zeitung jetzt nicht mehr.

Das bedeutet nicht, in der Zukunft zu schweigen. Die Vorteile des Dampfens kann ich herausstellen auch ohne andere zu kritisieren, will sagen, man benennt die Wahrheit ohne die Lüge zu thematisieren. Am Ende entscheidet der Leser, wie er über das Thema denkt. Oder nach Epiktet: „Die Wahrheit siegt in und durch sich selbst; die Meinung nur in anderen.“

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